Malaria Prophylaxe - Wo sind welche Malaria Medikamente für eine Chemoprophylaxe wirksam?

Wie bekannt ist, sind die Gefahren der Malaria in jedem Land unterschiedlich. In einigen Ländern sind die Mücken resistent gegen bestimmte Malaria Wirkstoffe, wodurch ansonsten wirkungsvolle Medikamente ihren Nutzen verlieren. Generell gilt, dass es je nach Land spezifische Behandlungsformenen gibt.

Wer zum Beispiel in das sehr beliebte Reiseziel Dominikanische Republik fliegt, benötigt keine Chemoprophylaxe. Hier reicht eine Notfallbehandlung mit Stand by Medikamenten, bei der Medikamente mit dem Wirkstoff Chloroquin verschrieben werden, völlig aus. Anders sieht es mit Ländern aus, bei denen die Entscheidung zwischen Prophylaxe und / oder Behandlung von der Dauer des Aufenthalts abhängig ist.

Wer zum Beispiel länger als 7 Tage in Risikogebieten in Thailand bleibt, benötigt eine Prophylaxe mit den Wirkstoffen Proguanil oder Doxicyclin. Wessen Aufenthalt weniger als 7 Tage beträgt, bei dem ist keine Prophylaxe notwendig, jedoch wird eine Medikation mit Atovaquon-Proguanil oder Artemether-Lumefantrin notwendig. Bei einer Rundreise durch die Länder des "Goldenen Dreiecks" gilt jedoch die Gesamtdauer der Reise, nicht der Aufenthalt im jeweiligen Land.

Ähnliches gilt für Reisen nach Afrika und in den nahen Osten, zum Beispiel nach Vietnam, Sri Lanka, China oder Indien. Hier ist das Risiko, an Malaria zu erkranken im Allgemeinen eher gering, so dass nur bei längerem Aufenthalt eine Prophylaxe notwendig ist. Als Notfallmedizin bei Erkrankung werden für diese Länder meist Artemether-Lumefantrin, Mefloquin oder Atovaquon-Proguanil verschrieben.

Anhand der unterschiedlichen Vorgehensweise bezüglich der Chemoprophylaxe und der Notfallmedizin lässt sich leicht erkennen, wie wichtig es ist, dem Arzt das genaue Reiseziel zu nennen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die richtigen Malaria Medikamenten verschrieben werden. Selbst in einigen Ländern, deren Malariarisiko eigentlich eine Chemoprophylaxe vorschriebe, kann diese gelegentlich nicht angewendet werden, da die Praxis die Wirkungslosigkeit bewiesen hat - eine reine Notfallmedikation ist dann sinnvoller.

Diese Wirkungslosigkeit gilt vor allem für einige Länder Afrikas, einige Bereiche Brasiliens (zum Beispiel Amapá oder Rondônia) sowie für Länder wie Papua-Neuguinea. Allerdings sollte man vor Reisen in diese Gebiete eine Chemoprophylaxe trotzdem durchführen, da sie die Verträglichkeit und Wirkungsweise der Medikamente zu Selbstbehandlung verbessern.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Ländern, in denen die Malaria verbreitet ist und ein Gesundheitsrisiko darstellt, finden Sie auf der Länderübersicht zum Malariavorkommen.

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Zusammenfassung

Je nach Reiseland besitzen Wirkstoffe in Malaria (Prophylaxe) Medikamenten einen unterschiedlichen Nutzen bei der Behandlung bzw. Vorbeugung von Malaria.