Malaria Prophylaxe und Notfallbehandlung - Wirkstoffe gegen Malaria

Eine wirkungsvolle Impfung gegen Malaria derzeit ist bislang trotz intensiven Bemühungen der medizinischen Forschung noch nicht vorhanden. Darum wird zur Verhinderung des Ausbruchs der Malaria bzw. zur Linderung der Schwere der Krankheit auf sogenannte Prophylaxe Medikamente gesetzt. Übliche Wirkstoffe, die zur Malaria Prophylaxe und Selbstbehandlung eingesetzt werden, sind:

  • Chinin
  • Chloroquin
  • Mefloquin
  • Artemisin
  • Primaquin
  • Proguanil

Diese Wirkstoffe sind bislang diejenigen Inhaltsstoffe, die bei der Malariaprophylaxe (auch: Malaria Chemoprophylaxe) und Notfallbehandlung am wirkungsvollsten sind.

Die unterschiedlichen Wirkstoffe richten sich nach den speziellen Anforderungen, die die Malaria in unterschiedlichen Ländern an die Medikamente zu deren Behandlung stellt. Verschiedene Moskito-Stämme besitzen je nach Land und Region unterschiedlich ausgeprägte Resistenzen gegen die einzelnen Arzneien.

Welches Medikament zur Prophylaxe verschrieben wird, ist vor allem abhängig davon, in welches Land man reisen möchte. Für einige Länder reicht eine Notfallbehandlung vor Ort bereits aus. Daher werden in diesem Fall Medikamente verschrieben, die man zur so genannten Stand-By-Behandlung mit sich führt. Ob eine Prophylaxe oder das Verschreiben von Medikamenten zur Selbstbehandlung durchgeführt wird, ist nicht nur vom Reiseziel abhängig, sondern auch von der Dauer des Aufenthalts.

Nach wie vor sind Chinin und Primaquin die wirkungsvollsten Mittel zur Behandlung von Malaria. Wegen der Resistenz der meisten Mücken in den Ländern sind diese jedoch zur Prophylaxe nicht geeignet. Die Mittel, die zur Prophylaxe und zur Behandlung eingesetzt werden, sind ebenfalls abhängig vom Reiseziel. Bei den Anopheles Mücken einiger Gebiete hat sich eine Resistenz entwickelt, gegen die die Medizin machtlos ist, d.h. eine Prophylaxe also sinnlos ist. Hier kann man nur eine Notfallmedikation verschreiben, die nach einem Stich eingenommen werden muss - noch vor Ort. Auch ist nicht jeder Wirkstoff für jeden Malariatyp geeignet, es gibt Medikamente, die gegen die Malaria Tropica wirken, gegen die Malaria Tertia jedoch wirkungslos sind.

Die Häufigkeit der verschriebenen Mittel und durchgeführten Prophylaxen richtet sich nach den Hauptreisegebieten. Für die Dominikanische Republik ist beispielsweise keine Prophylaxe, wohl aber eine Notfallmedikation notwendig, wohin bei Reisen ins so genannte "Goldene Dreieck" (Vietnam, Laos, Thailand) sowohl die Prophylaxe als auch die Medikation notwendig sind. Daher reicht es auch nicht, zu sagen, man fährt in ein Malariagebiet. Der Tropenmediziner muss genau wissen, in welches Land man fährt, um eine geeignete Medikation und Prophylaxe zusammenzustellen.

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Zusammenfassung

Hier erfahren Sie alle über Medikamente / Wirkstoffe zur Vorbeugung (=Prophylaxe) gegen Malaria bzw. zur Notfallbehandlung bei einem Ausbruch der Malaria