Lariam zur Malaria Prophylaxe / Behandlung - Lariam Malaria Medikament

Lariam ist ausschließlich als verschreibungspflichtiges Medikament erhältlich. Anders als andere Präparate wurde dieses Medikament ursprünglich zur Behandlung von Malaria entwickelt, es wird aber durchaus auch zur Malariaprophylaxe verwendet.

Üblich ist eine Packungsgröße von 8 Tabletten. Der Wirkstoff in Lariam ist Mefloquin, das in der Lage ist, die Malariaerreger abzutöten, indem es eine wichtige Stoffwechselfunktion dieser Erreger stört. Insofern wirkt es anders als andere Malariamittel, die lediglich in der Lage sind, die Ausbreitung des Erregers zu unterbinden und die Vernichtung der Erreger dem körpereigenen Immunsystem überlassen. Wenn Lariam als Prophylaxe verschrieben wird, ist trotzdem ein Arztbesuch nach Rückkehr aus dem Urlaubsgebiet dringend notwendig, damit die Ergebnisse der Selbstbehandlung mit Lariam geprüft werden können, unter Umständen wird der Arzt die Behandlung dann entsprechend fortsetzen.

Bei der Einnahme von Lariam ist darauf zu achten, dass es die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr beeinflussen kann, auch das Bedienen von Maschinen kann nur eingeschränkt möglich sein. Es ist des Weiteren darauf zu achten, dass es zu psychischen Störungen während der Einnahme kommen kann, die ein Absetzen des Medikaments notwendig machen. Frauen müssen noch 3 Monate nach Beendigung der Einnahme eine sicherere Verhütung anwenden (um eine Schwangerschaft bestmöglich zu vermeiden), da die Langzeitwirkung Auswirkungen auf den Fötus haben kann.

Lariam darf nicht angewendet werden bei Kindern unter 3 Monaten, wenn eine epileptische oder psychische Störung vorliegt, bei Leber- und Nierenstörungen oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Malariamedikamente. Außerdem darf das Medikament während der Stillzeit gar nicht und während der Schwangerschaft nur nach ausführlicher Risiko-Nutzen-Abwägung eingenommen werden.

Zu den Nebenwirkungen von Lariam, die bei der Einnahme der Tabletten auftreten können, gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Empfindungsstörungen, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, diverse Hautreaktionen, Herz-Kreislauf-Störungen und Muskelschmerzen.

Vor der Einnahme von Lariam ist es von großer Wichtigkeit, dass dem Arzt alle Medikamente, die der Patient einnimmt, bekannt sind. Es treten Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten auf, darunter Medikamente zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Störungen, Herzerkrankungen oder gegen Diabetes (Insulin). Daher sollte der Arzt sämtliche Medikamente kennen, die man einnimmt, bevor Lariam verschrieben werden kann.

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Zusammenfassung

Lariam ist eine effektive Waffe unter den Malaria Medikamenten zur Prophylaxe und Stand-by-Therapie. Hier finden Sie Informationen zu Nebenwirkunge von Lariam